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Resume mit Tooway-Internet im Berggasthaus Heimritz

Hier möchte ich meine Erfahrungen in der Saison 2012 mit dem Satelliten-Internet von Tooway im Berggasthaus Heimritz berichten.

Ich bin seit Anfang 2009 dabei für das Berggasthaus Heimritz einen Internet-Anschluss zu organisieren.
Das einzige was von der “Zivilisation” bis zum Berggasthaus führt, war die Telefonleitung. Hier stellte sich aber schnell heraus das darüber kein Breitbandanschluss möglich war. Darauf wurde versucht mittels des damals von der Swisscom angeboten Internet per Satelliten Zugang über die Hotbird Satelliten auf das Internet zuzugreifen.Wobei ich hier bereits skeptisch war, da ich Zeitungsartikel fand in welchem sich Benutzer über dieses System beklagten, wenn Regen oder gar Schnee fiel. Allerdings scheiterte diese Möglichkeit im Heimritz auch wegen dem Hockenhorn, das mitten in der Sichtverbindung zum Satelliten stand. Im Sommer 2011 kam dann auf der Sunbuel ein weiteres UMTS-Natelrelais in Betrieb, und hier wurden dann auch Versuche gestartet. Leider waren auch diese nicht befridigend, worauf mir vom Monteur für das Satelliten-Internet  mitgeteilt wurde, das wenn ich Strom und LAN ca 70 Meter hinter dem Heimritz hochziehe, es mit dem neuen Satelliten-Internet von Eutelsat (Tooway) klappen sollte. Als dann im Herbst 2011 noch die Telefonleitung vernichtet wurde, fasste ich mir den Entschluss das ich per VOIP auch noch gerne einen Telfonanschluss hätte. Und das dies per Internet über Satellit nicht gerade einfach sein wird war mir klar. Und auch das Angebot von Swisscom fiel wegen der beschränkten Geschwindigkeit nicht gerade positiv aus.
Im Frühling 2012 fand ich dann schlieslich auf dem Internet einen Beitrag von einer Bauernseite, und rief beim ersteller der Anlage an. Und so erhielt das Heimritz nach mehreren Versuchen dann doch noch einen Internetanschluss.

Das Tooway Flat 18 Abo für Euro 59.95 –/Monat bei dem 26 GB Datenvolumen inklusive sind, und mit einer Übertragungsrate von 18 Mbit/s Down und 6 Mbit/s Up erschien mir genau richtig. Und falls die 26 GB/Monat überzogen werden, geht es eben nur  noch mit 128 Kbps Down und 128 Kbps Up weiter.
Dazu habe ich auch noch einen VOIP-Anschluss gebucht.
Das ganze habe ich über diese Firma beantragt, und auch installieren lassen.

Das installieren der ganzen Anlage im Heimritz war für alle eine Herausforderung, den wie bereits weiter oben erwähnt steht das Hockenhorn im Weg sodass am Haus selbst keine Verbindung zum Satelliten auf 9° Ost möglich ist ! Und ich wollte zudem vermeiden ca. 70 Meter 240 Volt Kabel und LAN-Kabel hinter dem Haus, den Berg hoch, zu verlegen. Kam aber nach dem 2 Besuch der Anbieter-Firma, trotz anderer Aussage, nicht mehr darum herum !
Sodass ich heute die Aussage mache, das zwischen Modem und Schüssel wohl nicht mehr als 30 Meter Koaxkabel sein sollten ! Und jeder der schon einmal eine Fernseh-Satellitenschüssel montiert hat, und sich mit der Konfiguration von Modems aus kennt, der montiert die Anlage wohl am besten selbst. Den mittlerweile gibt es im Netz einige Installationsanleitungen mit unterstützenden Filmen. Den die Installationskosten können, wenn mehrere Anfahrten nötig werden, schnell in die mehrere tausend Franken gehen, je nachdem wie weit man vom jeweiligen Firmensitz der Installationsfirma weg wohnt.

Auch das mit dem monatlichen Abo-Gebühren ist nicht gerade Ideal gelöst. Die eigentliche Rechnung für das Internetabo erhalte ich per E-Mail vom Deutschen Anbieter in Euro. Für mich selbst der gerade in der nähe der Grenze zu Deutschland wohnt, ist das nicht so tragisch. Den wenn ich eh nach Bad Zurzach für meine monatlichen Zahlungen gehe, liegt auch Rietheim auf der anderen Seite des Rhein (fast) am Weg, sodass ich dort auf die Poststelle gehen kann, und mit einem selbst ausgefüllten Einzahlungsschein den Betrag überweise.
Für meinen dazu gebuchten VOIP-Anschluss, Fr. 10.–/Monat, erhalte ich die Rechnung drei monatlich von IWay aus der Schweiz.

Beim VOIP Anschluss habe ich die Erfahrung gemach das dass Original Packet das mir von IWay zugesandt wurde, dass auch bereits vorkonfiguriert war, im Heimritz immer wieder Verbindungsabbrüche hatte. Danach musste ich immer den Linksys PAP2T aus-und wieder einschalten, und danach funktionierte die Verbindung zum VOIP-Provider wieder. Warum dieser Fehler war konnte ich nie genau eruieren, vielleicht lag es an der umschaltung von Generatorstrom auf Spannungswandler !
Das Set bestand aus einem Linksys PAP2T für Fr. 80.–Linksys PAP2T… und das Funktelefon Swissvoice Aeris 124 für Fr. 36.– Swissvoice Aeris124… daher habe ich später das Gigaset C610 IP Duo gekauft…Gigaset C610 IP Duo… an dem wir sowohl den alten Festnetzanschluss wie aber auch den neuen VOIP-Anschluss bedienen können. Die Erfahrungen mit dieser Konfiguration sind äusserst positiv.

Im allgemeinen sind ich und alle die sich in meinem Umfeld mit der Thematik Internet per Satellit beschäftigt haben aber positiv überrascht ! Den hatte man mit den “alten” Versionen über Hotbird, die auch von der Swisscom angeboten wurden, bei starkem Regen oder sogar Schneefall beträchtliche Verbindungsschwierigkeiten ! Diese Probleme sind behoben. Schade ist das von der Firma Skylogic welche den Up-Downlink in Turin (Italien) betreibt, keine Informationen über geplante Wartungsarbeiten, an “normal sterbliche” Benutzer gegeben werden. Sodass man nie genau weiss ob es natürliche Einflüsse oder eben eine Wartungsarbeit ist ! Und da für die Schweiz leider noch keine eigenen IP-Adressen wie z.B. für Deutschland vergeben werden, surft man mit einer italienischen IP im Netz, was bei Zattoo, Wilma usw. Probleme bereitet. Des weiteren ist ein Zugang von aussen auf einen solchen Anschluss z.B. für Remote-Zugriff entweder nur mit einer festen IP, welche mit erheblich teureren Abos gebucht werden kann, oder nur mit Teamviewer realisierbar. Mit älteren VNC-Programmen funktioniert das auch über Dyndns NICHT ! Auch bei Webseiten ist eine Verzögerung im Aufbau auszumachen da die Packete erst 36000 Km zum Satelliten, dann wieder runter nach Turin und dort erst aufs Internet gelangen. Danach müssen die Daten in umgekehrter Richtung wieder zum Benutzer. Je mehr Objekte auf einer Webseite sind desto gemütlicher wird es. Bei Youtube merkt man dann aber den vollen Speed, einmal angefordert gehts ab !

Im Moment wäre wohl am besten wenn man aus der Verwandtschaft oder Kollegschaft jemanden kennt der in Deutschland lebt, dann könnte man die ganze Sache über ihn abwickeln ! Oder die Swisscom würde ihr Sat-Internet dahingehen ausbauen, das mehrere Abos mit verschiedenen Geschwindigkeiten/Datenvolumen und mit/ohne VOIP anbieten würde !