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Pädu's Gasteräspitz-Tour Pädu's Gasteräspitz-Tour Pädu's Gasteräspitz-Tour PA151382

Bericht Standaktion 19.11.11 in der Basler Innenstadt

Beim Aufbau des Standes am Münsterbrunnen scheint gerade ein Sonnenstrahl auf unser regenbogenfarbiges Plakat mit der Aufschrift:

„Hoffnungslicht fürs Heimritz im Gasterntal“. Darunter Michaels „Berge“ auf Holz gemalt, darauf geschrieben: „Berner Oberland“. Ein Stück Gasterntal hat den Weg in die Stadt gefunden. Als später noch die „echten Leute“ aus dem Gasterntal: Silvia und Pädu, mit Grittli, der Freundin des jungen Bauern Urs Rauber , am Stand erscheinen, ist das Gasterntal wirklich vertreten in der Basler Innenstadt.

Auf einem blauen Glitzertuch präsentieren wir die goldenen und silbernen Töpfchen, gefüllt mit Unwettersand der Kander, der eigenhändig von Gästen in Plastiksäcken ins Tal transportiert wurde. Im Töpfchen leuchten Kerzen, die  wir erst bei Einbruch der Nacht entzünden.

Die meisten Menschen hasten am Stand vorbei, auf der Suche nach Glück in Form von neuen Kleidern oder Weihnachtsgeschenken. Aber der eine und die andere bleiben doch nachdenklich stehen und sprechen uns an. Wir können von den Unwettern im Gastern erzählen und vom Schicksal der Heimritzer.  Einer aus Basel hat ein Ferienhaus in Kandersteg und war zur Unwetterzeit anwesend. Er hatte nicht viel gehört über das Gasterntal nach den Unwettern. Er nahm gleich einen Einzahlungsschein mit und auch eine Berner Familie, die schon mal im Heimritz war, machte das….

So gab es die eine und andere Begegnung, am Ende des Tages aber die schönste: Ein siebenjähriger Junge spielte mit seiner Geige an der Strassenecke. Er kaufte mit  fünf selbst verdienten Franken  ein Hoffnungslicht. Seine Familie, Japaner aus Tokio, mussten wegen Fukushima fliehen und sind seit März in der Schweiz. Obwohl wir uns kaum auf Englisch verständigen konnten hatten diese Leute ein Mitgefühl, das vielen anderen fehlte.

Die Hauptattraktion war unser Murmeli, das den Leuten auf der Strasse hinterherpfiff und jodelte. So manches Kind hatte seine Freude daran und wenn es selbst Geld gehabt hätte, hätte es gerne gespendet. Leider wurden die Kinder aber von ihren gehetzten  Eltern bald wieder vom Stand weggezogen..

Wir haben zwar nicht viel verkauft, aber vielleicht doch den einen oder anderen Anstoss geben können für Städter, die letztendlich auch nicht ohne unverdorbene Natur leben können.

 

Angelika und Michael am Montag, 21. November 2011